Meer mit Zimmerblick

In uns liegt ein Meer. Ein Meer aus Gedanken. Ein Meer, das niemand sehen kann außer uns selbst. Es erfrischt den Geist, wenn man mit ungezügeltem Verlangen in die Fluten springt, sich von den Wellen hinfort reißen lässt. Mit geschlossenen Augen gleiten wir auf diesem Spiegel dahin, erschaffen Kontinente und Horizonte. Ermüdend ist es hingegen durch sämig gewordene Gewässer zu kraulen, gegen eine Strömung anzukämpfen, wo doch eigentlich keine ist. Im Kreise paddelnd begegnen wir uns stets aufs Neue. In einem Meer aus Gedanken kann man sich treiben lassen, allein, losgelöst und frei oder aber man treibt geklammert an ein Stück Treibholz wie ein Schiffbrüchiger. Dieses Meer reicht von den seicht bläulichen Gewässern der Muße bis zu den dunklen Tiefen des Unterbewussten. Die meiste Zeit jedoch paddeln wir nur an der Oberfläche.




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